Ministerrat beschließt Klima- und Energiestrategie 

12 Leuchttürme sind die Basis der #mission2030 – der österreichischen Klima- und Energiestrategie

Köstinger Hofer (c) Paul Gruber


Der Auftrag zur Erarbeitung der #mission2030 – die österreichische Klima- und Energiestrategie war einer der ersten Ministerratsbeschlüsse der neuen Bundesregierung im Jänner. Dieser Beschluss zeigte, dass das Thema Klimawandel einen sehr hohen Stellenwert in der Bundesregierung hat. In nur wenigen Monaten haben das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus und das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie einen ersten umfassenden Entwurf vorgelegt und ihn am 3. April präsentiert. Nun wird der Prozess der #mission2030 im Ministerrat am Montag durch den Beschluss abgeschlossen. 
„Diese Strategie ist die Grundlage für alle Maßnahmen der nächsten Jahre“, sagt Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger und ergänzt: „Der Klimawandel ist nichts Abstraktes, er ist real. Er schlägt sich schon jetzt in der Landwirtschaft spürbar nieder. Extreme Unwetterereignisse nehmen zu, Dürreperioden, warme Winter und Hitzewellen setzen uns allen zu und richten Schäden an.“ 

Mehr als 500 Menschen brachten ihre Ideen ein 

Alle Bürgerinnen und Bürger konnten sich über eine Internet-Plattform einbringen und diese Gelegenheit haben mehr als 500 Menschen genutzt. NGOs, Interessensvertretungen und Organisationen haben sich mit umfangreichen Stellungnahmen zum Entwurf geäußert und Ideen eingebracht. 

In acht Round Tables zu verschiedenen Themenstellungen haben mehr als 120 Expertinnen und Experten ihr Know-how zur Verfügung gestellt. Neben der Sitzung des Nationalen Klimaschutzkomitees wurden ebenso alle Bundesländer und die zuständigen Landesräte in einer eigenen Runde eingebunden. Beim Austrian World Summit wurde die #mission2030 internationalen Expertinnen und Experten vorgestellt. Abschließend fand eine parlamentarische Enquete gemeinsam mit Abgeordneten aller Parteien, Experten, NGOs und Interessensvertretern statt, bei der die Inhalte diskutiert und verfeinert wurden.

12 Leuchttürme bilden die Basis der #mission2030

Die Leuchttürme sind Kernelemente der #mission2030 und wurden um weitere zwei wesentliche Leuchttürme erweitert, nämlich „Bioökonomie“ und „Bildung“. 
 „Klimaschutz gehört in die Lehrpläne der Schulen stärker verankert. Jedes Kind muss lernen können, was das ist und wie man Klimaschutz im Alltag leben kann“, so Köstinger, die in der Klima- und Energiestrategie viele Chancen für die Zukunft sieht: „Wir wollen die Menschen überzeugen, nicht zu etwas zwingen. Klimaschutz ist nicht allein ein Regierungsprojekt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind gefordert, ihren Beitrag zu leisten.“ 

Neu sind konkrete Zielbilder, Maßnahmen, Instrumente und Zuständigkeiten bei allen Leuchttürmen, um innerhalb der festgelegten Zeithorizonte die ersten spürbaren Schritte zur Dekarbonisierung zu setzen. „Mit der Klima- und Energiestrategie läuten wir das Ende des fossilen Zeitalters ein. Der schrittweise Ausstieg aus 700.000 Ölheizungen ist eines der wichtigsten Projekte. Dazu wollen wir 100 % Strom aus erneuerbaren Trägern“, ist Nachhaltigkeitsministerin Köstinger überzeugt. Vor allem der Sektor Verkehr wird einen wichtigen Beitrag leisten müssen, um die Klimaziele zu erreichen.


 

Elisabeth Köstinger in der ZiB:


 

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