Kurz in Israel

Netanjahu: Kurz wahrer Freund des jüdischen Volkes

Bei einem Treffen von Bundeskanzler Sebastian Kurz  mit Israels Premier Benjamin Netanjahu am Montag wurden die bilateralen Beziehungen zwischen Österreich und Israel vertieft. Kurz besuchte im Rahmen seines Israel-Aufenthalts auch die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem.

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Kurz bei Netanjahu (c) BKA

"Kurz ist ein wahrer Freund von Israel und dem israelischen Volk", betonte der israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu, am Montag nach seinem Treffen mit Bundeskanzler Sebastian Kurz.  Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz, die im Anschluss an das Arbeitstreffen stattfand, zitierte er Kurz, der gesagt hatte, dass Österreich nicht nur Opfer, sondern auch Täter war. "Das sind mutige und kühne Worte." Netanjahu schätze die Schritte, die  die die Österreichische Regierung in den letzten Wochen unternommen habe. Weiters hofft er, andere europäische Spitzenpolitiker "folgen deinem Beispiel."

"Frischen Wind" in bilaterale Beziehungen

Netanjahu begrüßt außerdem, dass Kurz sich dafür einsetzen will, dass in der EU die Sicherheitsbedenken Israels stärker beachtet werden. Kurz bringe "frischen Wind und Führungskraft" in die Beziehungen zwischen Österreich und Israel. Als Zeichen seiner Wertschätzung bedankte er sich beim österreichischen Bundeskanzler mit den Worten "Danke und willkommen, mein Freund". 
Kurz hatte Im Vorfeld seines Treffens mit Netanjahu betont, dass es unabdinglich sei, das Sicherheitsbedürfnis Israels ernst zu nehmen: "Ich glaube, dass nicht nur der Kampf gegen Antisemitismus in Europa wichtig ist, sondern dass auch ein ordentliches Bewusstsein für die Situation und die Notwendigkeiten Israels wichtig sind."

Bekenntnis zu Mitschuld am Holocaust

Anlass der dreitägigen Reise ist das Gedenkjahr 1938/2018. Seine erste Station führte Kurz am Sonntag zur Holocaust-Gedenkstätte nach Yad Vashem. Österreich will sich mit einer Million Euro am geplanten Bau eines neuen Shoah Heritage Collections Center beteiligen. "Das ist ein Zeichen dafür, dass wir uns unserer Verantwortung  aufgrund unserer Gesichte zum Staat Israel bewusst sind", so Kurz. 
In ihrem Regierungsprogramm bekennt sich die ÖVP-FPÖ-Koalition zur Mitschuld und Verantwortung Österreichs am Holocaust. Österreich hat eine historische Verantwortung in Israel und muss für seine Mitverantwortung am Holocaust einstehen – so der Tenor.

Ende der "Schlussstrich-Debatte"

Die Mitverantwortung Österreichs strich Sebastian Kurz auch bei einem Abendessen mit Holocaustüberlebenden  am Sonntagabend hervor. Bildungsminister Heinz Faßmann begleitete ihn. Auch er betonte, dass er gegen eine „Schlussstrich-Debatte“ im Umgang mit den Verbrechen des Holocausts sei. Der Bundeskanzler lud die Holocaustüberlebenden im Anschluss nach Österreich ein: "Die Regierung will alle einladen, noch einmal Österreich zu besuchen, die das möchten und fit genug sind."

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