Job-Gipfel: 100.000 Arbeitslose in Beschäftigung bringen

Am Mittwoch fand in Wien unter der Leitung von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Sozialministerin Hartinger-Klein der Job-Gipfel statt. Es gibt ein klares Ziel: Die Arbeitslosigkeit in Österreich weiter zu senken. 

Strache und Kurz (c) BKA

+++ Platzhalter für Share-Buttons +++

Trotz der aktuell guten Wirtschaftslage gibt es in Österreich immer noch viel zu viele Menschen in der Arbeitslosigkeit. Gleichzeitig suchen unsere Betriebe händeringend nach Fachkräften. Die Bundesregierung unterstützt die Schaffung von echten Arbeitsplätzen in Unternehmen, statt staatlich subventionierte Scheinjobs. Beim Jobgipfel wurden heute wichtige Maßnahmen vorgestellt, um mehr Menschen in Beschäftigung zu bringen. Der Job-Gipfel ist der Auftakt einer umfangreichen Job-Offensive der Bundesregierung. 
 
Im Jahr 2012 lag Österreich im EU-Vergleich noch an der Spitze der Staaten mit der geringsten Arbeitslosigkeit, seitdem sind wir jedoch auf Platz neun zurückgerutscht. In Zukunft soll unser Land wieder an der Spitze stehen. Bundeskanzler Sebastian Kurz hat die Ministerinnen Margarete Schramböck und Beate Hartinger-Klein deshalb damit beauftragt, zusammen mit den Sozialpartnern und Unternehmern Lösungen zu diskutieren und zu erarbeiten. „Wir sind sehr ambitioniert. Wir wollen 100.000 Arbeitslose weniger als im Vorjahr, also von 400.000 auf 300.000 Arbeitslose herunterkommen. Dafür braucht es Maßnahmen“, unterstrich Bundeskanzler Sebastian Kurz nach dem heutigen Ministerrat. 
 
Die Lehre hat oberste Priorität
 
Der Fokus des Job-Gipfels liegt vor allem bei den jungen Arbeitslosen. Die sollen als Erstes wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden. Hier gibt es laut Ministerin Schramböck ein enormes Potential von 20.000 Menschen für 12.000 offene Lehrstellen in den Betrieben. 12.000 Lehrlinge sind in einer überbetrieblichen – quasi staatlichen – Ausbildung und 10.000 Asylberechtigte unter 25 Jahren sind arbeitslos. Um diesen bessere Chancen zu bieten, werden die Mittel für Integration in diesem Zusammenhang von 10 Mio. auf 20 Mio. aufgestockt. 
 
Die Regierung will die jungen Menschen besser mit Unternehmen zusammenbringen. „Die Betroffenen sollen Zukunftschancen haben, damit sie langfristig in den Arbeitsprozess kommen und nicht die Arbeitslosen der Zukunft sind. Wir wollen diesen potenziellen Arbeitskräften auch alle Möglichkeiten geben, dass sie hier tätig sind“, erklärt Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. Sie hofft dabei auf einen parteiübergreifenden Zusammenschluss und kündigt einen dreistufigen Prozess an:
 

  1. Fokus auf Aus- und Weiterbildung im Inland
    • Überbetriebliche Lehrlinge in Betriebe bringen, Arbeitslose in den Arbeitsmarkt bringen, Aufwertung der Lehre. Hier muss auch die Wirtschaft in die Pflicht genommen werden. 
  2. Anwerbung von Fachkräften aus der EU 
    • Die Austrian Business Agency wird gezielt Fachkräfte in der EU anwerben. Dabei wird sie vom Netzwerk der Außenwirtschaftscenter der WKO unterstützt. Davon werden vor allem kleine und mittlere Betriebe profitieren. 
  3. Entbürokratisierung und schnellere Verfahren, um Talente aus Drittstaaten in Österreich zuzulassen 
    • Regionalisierung der Mangelberufsliste, Entbürokratisierung und Digitalisierung der Rot-Weiß-Rot-Karte, etwa mit einer Überarbeitung des Punkteschemas

 
Auch die Wirtschaft soll stärker als bisher in die Pflicht genommen werden, etwa wenn es um die Ausbildung von Mitarbeitern geht. „Ich freue mich auf zusätzliche Ideen der Sozialpartner. Unsere Aufgabe ist es auch, dass es nicht nur monetäre Maßnahmen sind, sondern auch die Vernetzung der Wirtschaft zu verstärken", so die Wirtschaftsministerin abschließend.
 
 

EN.
Es ist ein Fehler aufgetreten.