Bundesregierung: 4-Tage-Woche wird gesetzlich möglich

Einigung auf Arbeitszeitflexibilisierung - Freiwilligkeit gesetzlich verankert 

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Kurz Strache (c) oevp

Die Bundesregierung hat sich auf die 4-Tage-Woche geeinigt, die ab Jänner 2019 auf freiwilliger Basis möglich sein wird. Die Grundlage der Arbeitszeitflexibilisierung ist ein Vorschlag der Sozialpartner vom Juni 2017. Die Kollektivverträge bleiben weiterhin bestehen. Ziel der neuen Regelung ist, die Arbeitszeit an die modernen Lebensrealitäten anzupassen und familienfreundlicher zu gestalten. Arbeitszeitvolumen sollen außerdem besser an die Auftragslagen im Unternehmen angepasst werden. Darüber hinaus wurden bürokratische Erleichterungen für Familienbetriebe beschlossen.

„Grundsätzlich bleiben wir bei der Normalarbeitszeit, beim 8-Stunden Tag. Wenn man so will, ist das auch eine Weiterentwicklung zur 4-Tage-Woche, welche flexibler gestaltet wird“, erklärt August Wöginger, der Klubobmann der neuen Volkspartei. Er verweist zudem darauf, dass das Gesetz dazu dient, dass sich die Menschen ihre Zeit besser einteilen können. Wesentlich sei, dass der Bereich der Freiwilligkeit gesetzlich abgesichert wird. "Der Arbeitnehmer entscheidet frei, ohne Angabe von persönlichen Gründen, ob er eine 11. und 12. Stunde arbeitet oder nicht", so Wöginger. 

Das Gesetzesvorhaben wurde mit einem Initiativantrag im Nationalrat verabschiedet und dem Wirtschaftsausschuss zugewiesen. Am generellen 8-Stunden-Tag wird also genauso wenig gerüttelt wie an der generellen 40-Stunden-Woche. Darüber hinaus wird es aber in Zukunft möglich sein, freiwillig länger – nämlich bis zu 12 Stunden pro Tag oder maximal 60 Stunden pro Woche – arbeiten zu können. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit darf wie bisher 48 Stunden nicht überschreiten. Bei den Überstundenzuschlägen wird es zu keinen Änderungen kommen.

Damit reagieren die Regierungsparteien auf moderne Lebensverhältnisse und Lebenswelten im digitalen Zeitalter, welche für den Wirtschaftsstandort Österreich von enormer Wichtigkeit sind. Pendler und Familien erhalten mehr Freiheiten und Familie und Beruf lassen sich besser miteinander vereinbaren. Für die Arbeitnehmer sind somit mehr Verdienst oder höhere Freizeitblöcke möglich. Eine Win-win-Situation, denn Unternehmern ermöglicht die neue Regelung eine bessere Abdeckung von Spitzenzeiten.

Und so sieht der Zeitplan aus: Nach dem Initiativantrag am Donnerstag kommt es im Juli zum Beschluss und das neue Gesetz tritt am 1. September 2018 in Kraft. 

Fragen und Antworten zur 4-Tages-Woche

 

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